Schlagwort: Truth or Dare

  • Truth or Dare #finale

    Truth or Dare #finale

    Mit einem großen Finale ging unsere Truth or Dare-Reihe am 14. Januar im Kulturkeller zu Ende.

    Samstag, 14.01., 23:59 Uhr. Der Gesamtsieger einer legendären Benefizkonzert-Reihe steht fest. The Deadful Greats zusammen mit Robert Heigl überzeugten in einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Pete Hubson letztendlich das Publikum. Die dritte Finalistin Barska. konnte leider krankheitsbedingt nicht am Konzert teilnehmen. Die Bands gewannen jeweils den Vorentscheid in einem der vorherigen Truth or Dare-Konzerte und durften nun im Finale gegeneinander antreten. Pete Hubson ging als Sieger des Truth or Dare #1 im Provisorium hervor, The Deadful Greats gewannen das Truth or Dare #2 im Kulturkeller.

    And the winners are: The Deadful Greats feat. Robert Heigl.

    Die Challenges hatten es wie gewohnt in sich, doch unsere Bands ließen sich davon nicht abschrecken. Pete Hubson brachte mit seinen Jungs eine rockige Version von „500 Miles“ von The Proclaimers auf die Bühne. The Deadful Greats spielten ihre ganz eigene Version von Bruno Mars‘ Hit „Just the way you are“ – und überzeugten die Zuhörer. Wie es die Tradition verlangt sang Music for Education-Gründerin Claire Jul zusammen mit Musikern und Publikum den Song „Life is awesome“!

    Wir danken allen Musikern, Besuchern und Helfern für einen tollen Abend und den großartigen Betrag, der durch den Eintritt und die Spenden zusammen gekommen ist.

    „Irgendwie waren wir an dem Abend doch alle Gewinner.“ – The Deadful Greats

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  • “Ohne Bildung ist Demokratie Schwachsinn.”

    “Ohne Bildung ist Demokratie Schwachsinn.”

    Am 23.04.2016 hieß es zum dritten Mal “Truth or Dare”. Einer der drei Acts im Kulturkeller war der Münchner Sänger Flonoton mit einem der Mitglieder des “Flozirkus”. Fotos von ihrem Auftritt findet ihr in unserer Facebook-Galerie. Ein Interview.

    Music for Education: Wie und wann seid ihr zur Musik gekommen und wie kommt es, dass ihr beide zusammen Musik macht?

    Flonoton: Ich hatte einfach Lust Gitarre spielen zu lernen. Und irgendwann kam dann noch das Texten dazu. Tobi hat sich das angehört und war verzaubert. Also hat er mich gefragt, ob er mitspielen darf. Oder ich habe ihn gefragt? Auf jeden Fall stand er in der Menge und um ihn hat´s geleuchtet.

    Tobi: Ja, wahnsinnig romantisch. Aber eigentlich macht er alles, und ich sitze nur so daneben und gebe meinen Senf dazu. Beziehungsweise feuere ihn an. Generell ist alles so aufgebaut, dass Flo alles alleine machen kann. Ich bin nur die Unterstützung.

    Music for Education: Welche Rolle spielt Musik in eurem Alltag?

    Flonoton: Ich versuche natürlich so viel wie möglich zu üben. Auch sonst begleitet Musik einen ja überall hin. Sobald ich unterwegs bin, habe ich eigentlich immer Kopfhörer drin. Ich habe auch jeden Tag verschiedene Ohrwürmer… heute von Atomic Kitten. Normalerweise aber vernünftige Lieder!

    Music for Education: Hast du ein besonderes Ritual für das Schreiben oder machst du das nebenbei?

    Flonoton: Ich habe immer kleine Zettel dabei. Wenn mir etwas einfällt, schreibe ich´s mir direkt auf. Ist genug zusammen gekommen, setze ich mich hin und mache ein Lied daraus. Wenn’s gut läuft, ensteht aus den kleinen Textfetzen schon unterbewusst ein Lied.

    Music for Education: Wodurch wirst du inspiriert? 

    Flonoton: Durch Tobi! Sonst würde ich sagen von anderen Liedern: was man so liest, hört und so weiter. Ich suche immer gerne irgendwelche Reime und baue daraus ein Lied auf. Da ist noch nicht klar, was es für ein Lied wird – kann traurig sein, aber auch fröhlich. Was man so an Worten aufschnappt.

    Music for Education: Was wünschst du dir für deine zukünftige Karriere?

    Flonoton: Es gibt ein paar Bühnen, die ich gerne noch bespielen würde. Zum Beispiel das „tv noir“ in Berlin. Ich denke, dass ist das Wichtigste. Einfach weil ich wahnsinnig gerne live spiele. Ansonsten, dass sich das alles noch ein bisschen weiter entwickelt.

    Music for Education: Hast du einen Lebenstraum?

    Flonoton: Dass ich es tatsächlich hin bekomme immer weiter Musik zu machen. Dass mich ein anderer Job nicht so einnimmt, dass ich keine Zeit mehr für Musik habe. Ich studiere Lehramt und hoffe darauf, dass ich irgendwann teils Leher, teils Musiker sein kann. Das ist mein Traum.

    Music for Education: Wie würdest du Glück definieren?

    Flonoton: Zufriedenheitsgefühl. Dass man so das Gefühl hat, dass im Gesamtgefüge alles passt. Das, was man macht, gerne zu machen – jeden Tag von neuem. Das ist für mich Glück. 

    Music for Education: Würde Geld keine Rolle spielen, was würdest du mit deinem Leben anfangen?

    Flonoton: Erstmal natürlich so viele Alben machen wie nur möglich. Man könnte für sich leben, ohne Stress. Und man könnte natürlich allen was davon abgeben, die was brauchen. Okay, das klingt jetzt sehr utopisch, aber hätte man die Möglichkeit, könnte man dadurch vermutlich alle ein bisschen glücklicher machen.

    Music for Education: Stichwort „alle glücklich machen“. Was fällt euch spontan ein um die momentane Flüchtlingssituation zu verbessern?

    Flonoton: Naja, ich persönlich finde irgendwelche Abkommen ziemlich kritisch, dass keine Flüchtlinge mehr nach Deutschland kommen dürfen. Das klingt jetzt wieder ein bisschen utopisch. Aber diese Ungleichheiten der Welt müssen irgendwie ausgeglichen werden. Dadurch ist diese ganze Krise ja erst entstanden.

    Tobi: Ich finde, man müsste um einiges mehr Geld in die psychische Betreuung von Flüchtlingen stecken. Die kommen aus guten Gründen. Viele sind psychisch traumatisiert und bräuchten eigentlich dementsprechend gute Betreuung. Sonst könnte das wirklich zu einem gesellschaftlichen Problem werden. Aber wenn sie gut eingebunden werden und die Möglichkeit bekommen ihre Traumata zu verarbeiten, können sie sich auch besser integrieren.

    Music for Education: Wieso ist Bildung wichtig?

    Tobi: Weil sonst Demokratie Schwachsinn ist. Wenn die Mehrheit dumm ist, funktioniert unser System nicht.

    Flonoton: Ja, allgemein braucht man Bildung für eine funktionierende Gesellschaft. Durch Bildung bekommt man eine bessere und aufgeschlossenere Urteilsfähigkeit. 

    Mehr von Flonoton und seinem Flozirkus gibt es auf Facebook, Youtube und seiner Webseite.

  • „Die meisten Leute hatten nie Kontakt zu Flüchtlingen.“

    „Die meisten Leute hatten nie Kontakt zu Flüchtlingen.“

    Am 23.04.2016 spielte die Sängerin Barska. mit dreiköpfiger musikalischer Begleitung auf unserem dritten Benefizkonzert der Reihe “Truth or Dare”. Die Fotos von ihrem Auftritt gibt es in unserer Facebook-Galerie. Ein Interview.

    Music for Education: Zuallererst: Was hat es mit den verschiedenen Künstlernamen auf sich?

    Barska.: Das ist alles ein bisschen durcheinander bei mir. Eigentlich heiße ich Babsi. Mit „Barska.“ mache ich meine eigenen Sachen – just for fun. “Beady” zum Beispiel war nur für eine einmalige Single, die ich mit einem DJ Duo aus München veröffentlicht habe. Demnächst gehen wir ein deutsches Projekt an. Da muss ich mir dann wieder einen anderen Namen suchen, weil “Beady” für etwas deutsches nicht passt.

    Music for Education: Wie seid ihr dazu gekommen, zusammen Musik zu machen?

    Marie: Wir sind eigentlich gar keine Band. Das ist eher eine spontane Sache für heute, weil wir alle Bock darauf hatten. Babsi und ich kennen uns aus der Uni und spielen auch so öfter zusammen.

    Nico: Ich bin Babsis Freund, Felix und ich kennen uns noch aus der Schule. Wir hatten da auch mal eine Band.

    Music for Education @Barska: Hast du ein Ritual zum Schreiben?

    Barska.: In letzter Zeit mache ich eigentlich eher Studioarbeit. Aber wenn ich schreibe, muss ich auf jeden Fall alleine sein. Meistens sitze ich in meinem kleinen Zimmer und spiele irgendwelche Akkorde. Dazu fallen mir dann lauter Melodien ein und ich krieg´ 1000 Textideen dazu. Einfach irgendwelche Sachen aus dem Alltag, die mir so passieren oder die mich beschäftigen.

    Music for Education: Seid ihr perfektionistisch?

    Marie: Die Babsi sehr! Das ist bei den Proben immer lustig. Sie meckert die ganze Zeit. Aber im Endeffekt ist das gut. Ich bin schon auch perfektionistisch, aber nicht so sehr bei der Musik. Ich bin der Meinung, dass das immer ’ne Gefühlssache ist.

    Felix: Ich denke Nico und ich sind da anders veranlagt. Wir sind beide ein bisschen lockerer. Kommt ja auch immer drauf an, wo man musikalisch gesehen herkommt. Bei Percussions oder Gitarre geht’s ja nicht um den perfekten Klang, sondern um das Gesamtbild.

    Music for Education: Was ist das Schönste daran, auf der Bühne zu stehen?

    Barska.: Die Reaktionen der Leute. Wenn man zum Beispiel etwas melancholisches spielt und die Leute sind voll dabei und fühlen sich in den Song rein. Das ist das Schönste.

    Marie: Wenn man bisschen länger spielt, vergisst man irgendwann, dass man auf der Bühne steht. Das finde ich schön. Beim ersten Song bin ich immer noch super aufgeregt und danach ist es einfach wie eine Bandprobe, in der man einfach nochmal alles durchspielt.

    Felix: Bei mir sind´s aufregungstechnisch immer die letzten Sekunden, bevor es los geht. Wenn dann der erste Ton gespielt wird, ist erfahrungsgemäß immer alles geil.

    Music for Education: Das Geld, das wir mit unseren Benefizkonzerten sammeln, wird für Bildung gespendet. Was müsste man tun, um den Bildungszugang für Flüchtlinge zu verbessern?

    Marie: Möglichkeiten eröffnen. Und auf jeden Fall den bürokratischen Aufwand vereinfachen. Momentan ist es wahnsinnig langwierig bis Flüchtlinge Zugang zu Bildung bekommen. Es müssen typisch deutsch erstmal 800 Formulare ausgefüllt werden. Bis die bewilligt werden, sind zwei Jahre vergangen. Ist allerdings eher utopisch, dass sich das zeitnah ändert.

    Felix: Dazu muss ich noch sagen, dass man auch bisschen auf das Positive schauen sollte. Im Großen und Ganzen wird der Fokus immer auf das Negative gerichtet. Dabei wird vergessen, dass sich viele Leute auf irgendeine Art und Weise engagieren.

    Music for Education: Glaubt ihr an das Gute im Menschen?

    Marie: Also an das Gute im Nazi glaub‘ ich jetzt nicht. Wenn man das aber wieder auf die Flüchtlingssituation bezieht, gibt es meiner Meinung nach ein Hauptproblem. Die meisten Leute hatten nie Kontakt zu Flüchtlingen und  bilden sich absolut ungerechtfertigte Vorurteile. Ich habe mal mit jemandem über das Thema diskutiert. Es kam raus, dass er sich noch nie mit einem Flüchtling unterhalten hat. Ich glaube, dass es gute Menschen gibt und eben Menschen, die nicht so gut sind. Nicht auf die Wertigkeit bezogen, sondern eher darauf wie viel manche Leute über bestimmte Themen nachdenken und diese hinterfragen.

    Felix: Man kann ja an das Gute in jedem Menschen glauben. Ob man das Gute aktiviert, bleibt aber jedem selbst überlassen.

    Mehr von der Sängerin Barska. findet ihr auf Facebook und Youtube.

  • „Die besten Texte entstehen in zehn Minuten.“

    „Die besten Texte entstehen in zehn Minuten.“

    Die junge Band Feuerwerk & Strand trat in zweiköpfiger Besetzung am 23.04.2016 beim Benefizkonzert Truth or Dare #3 im Kulturkeller auf. Im Gespräch mit dem Singer/Songwriter/Gitarristen Fabian und dem Gitarristen Julian.

    Music for Education: Welchen Effekt hat Musik auf euren Alltag?

    Fabi: Vollgas. Ich mache super viel Musik. Neben Feuerwerk & Strand spiele ich noch Schlagzeug in der Band von Claire Jul. Einfach Vollgas, das trifft´s am besten. Ich denke, dass ich hier für uns beide sprechen kann.

    Music for Education: Wie habt ihr euch kennengelernt? Wie ist es dazu gekommen, dass ihr zusammen Musik macht?

    Beide: Tinder!

    Julian: Ja, eine echt Romance Story über die “Boy and Boy Function“. Wir haben die gleichen Qualitäten. Wenn man sich physisch anziehend findet, kann man gleich viel besser Musik machen!

    Music for Education: Wart ihr schon immer musikalisch? 

    Julian: Also was mich betrifft – nein. Ich habe erst vor kurzem angefangen und habe die Saiten meiner Gitarre anfangs nie getroffen! Das war fies, ich musste richtig üben.

    Fabi: Ich spiele Schlagzeug seit ich vier bin. Hab´ früher bei meiner Oma auf den Stühlen rumgedroschen und dann haben meine Eltern mir irgendwann ein Schlagzeug gekauft. Und ich war in so einer Rasselgruppe!

    Music for Education: Wie entstehen die Texte bei euch?

    Fabi: Ich schreibe phasenweise. Es kann vorkommen, dass ich drei Monate nichts schreibe, weil nichts passiert in meinem Leben. Ich schreibe eigentlich nur, wenn mich was beschäftigt. Die besten Texte entstehen in zehn Minuten. Julian hilft mir manchmal.

    Julian: Whiskey. Whiskey hilft dir!

    Fabi: Das stimmt. Ich habe mich tatsächlich mal mit einem Glas Whiskey und Kerze an den Tisch gesetzt und einen Song geschrieben.

    Music for Education: Woraus zieht ihr die Inspiration für eure Songs?

    Julian: Drogen. Pilze. Halluzinogene.

    Fabi: Ne, mal ernsthaft: Letztens hat die Fernbeziehung von einem Kumpel mich zu einem Lied inspiriert. Ansonsten schreibe ich einfach über die Sachen, die mich beschäftige. Das kann alles sein.

    Music for Education: Inwieweit hat sich eure Musik entwickelt und wie seid ihr auf euren Namen gekommen?

    Julian: Ausschlussverfahren. Wir hatten keinen anderen Namen. „Megaplayerxx64“ war schon vergeben.

    Fabi: Ich mache seit 2012 mit Bands Musik. Bis letztes Jahr hießen wir „DayDreamer“ und in der jetzigen Konstellation gibt es uns seit circa einem halben Jahr. Den Namen „Feuerwerk & Strand“ gibt es allerdings noch nicht so lang. Eins meiner Lieder heißt so und irgendwie hat uns das gefallen – ist mal was anderes.

    Music for Education: Ganz andere Frage: wie würdet ihr Glück definieren?

    Julian: Warmes Bier mit Eigelb. Das ist toll! Das Beste bei einem Kater! Ansonsten… eine warme Sommerbrise im Winter? Oder der perfekte Pfannkuchenflip!

    Fabi: Gewitter und Herbstwind, das ist für mich Glück. Ich kann nicht beschreiben warum. Und um beim Thema Bier zu bleiben: Zwei Bier zum Preis von einem!

    Music for Education: Wir von Music for Education setzen uns für Bildung ein. Was würdet ihr spontan sagen, wie man Bildung allgemein verbessern kann?

    Fabi: Die politische Bildung müsste verbessert werden. Ich finde, dass unsere Generation nicht mehr so richtig politisch ist. Wäre das anders, stünden die Chancen höher, dass auch der Rest besser läuft.

    Mehr von Feuerwerk & Strand findet ihr bei Facebook und Soundcloud. Fotos von ihrem Auftritt sind in unserer Facebook-Galerie.

  • Truth or Dare #3 – Das dritte Benefizkonzert der Reihe

    Truth or Dare #3 – Das dritte Benefizkonzert der Reihe

    Und damit geht unsere Benefizkonzertreihe Truth or Dare in die letzte Runde vor dem großen Finale!

    Am 23.04.2016 hieß es wieder „Truth or Dare“ im gut besuchten Kulturkeller. Dabei hatten wir wieder drei coole Acts am Start: Flonoton, BARSKA. und Feuerwerk & Strand. Den Anfang machte das Zweiergespann Flonoton mit Liedern über das Leben und die Liebe. Als Challenge coverten die beiden “Wrecking Ball“ von Miley Cyrus. Als zweiter Act trat die Band Feuerwerk & Strand auf, mit einem Set von Liebesliedern bis hin zu Gutelaune-Songs. Sie performten als Truth or Dare-Challenge “Rude” von Magic. Zum Schluss traten schließlich noch BARSKA. auf. Die vier sind keine feste Formation, sondern eine dreiköpfige musikalische Begleitung rund um die Sängerin Barska. Sie begeisterten mit eigenen und gecoverten Songs. Aus ihrer Challenge entstand eine emotionale Version von “I Want It That Way” von den Backstreet Boys.

    Das letzte Truth or Dare-Finalticket löste BARSKA.

    Somit stehen die drei Acts für das Finale im Oktober fest: Solokünstler Pete Hubson, die Band The Deadful Greats, mit Unterstützung von Robert Heigl und Klangsamkeit, und BARSKA. Wir sind gespannt und freuen uns schon auf das Finale!

    BARSKA. bei ihrem Auftritt im Kulturkeller.
    BARSKA. bei ihrem Auftritt im Kulturkeller.

    Wie es die Tradition unserer Truth or Dare-Reihe verlangt, wurde am Abend unser „Life is awesome“-Song fortgeführt. So entstand die dritte Strophe des Liedes, das Claire Jul wieder zusammen mit dem Publikum und den Künstler gesungen hat. Was das Leben lebenswert macht? Das kann man sich wohl nur selbst beantworten. Beim Benefizkonzert gab es einmal die Familie- und Freunde-Fraktion, aber eben auch die Bier-Liebhaber und Tinder-Fans.

    Die Fotos des Abends findet ihr in unserer Facebook-Galerie.

  • „Auf der Säuglingsstation hatte ich den Spitznamen ‚Beatle‘.“

    „Auf der Säuglingsstation hatte ich den Spitznamen ‚Beatle‘.“

    Ein echtes Münchner Kindl und herausragender Musiker: Robert Eckert aka Bertl. Geboren in dem Jahr als die Beatles im Circus Krone spielten, wurde Robert Eckert schon auf der Säuglingsstation aufgrund seines üppigen Haupthaars  „Beatle“ genannt – ein Omen?  Heute ist er der Sänger der Münchner Band T-Bandits. Ein Interview.

    Robert Eckert : Musik ist für mich…“Sehr sehr wichtig“.

    Glücklich sein ist…“Abends zufrieden einzuschlafen“.

    Bildung ist wichtig, weil…“Sie der Grundstein ist“.

    Mit Music for Education verbinde ich…“Viele schöne Stunden“.

    Mein größter Traum ist es… „mit Sir Paul McCartney abzurocken“.

    Music for Education: Wie und wann hast du deine Liebe zur Musik entdeckt? 

    Robert Eckert : In der Vorschule startete ich meinen musikalischen Werdegang mit dem unvermeidlichen Blockflötenunterricht. Dann folgten Melodika und Akkordeon in der Grundschule. Im Gymnasium kam dann noch die Geige dazu. Seitdem ging es tonal stark bergab. Im Schulorchester wurde ich zur Bratsche „befördert“. Dann Gitarre im Selbststudium und schließlich der absolute (tonale) Tiefpunkt: Bass. 
    Die Liebe zur Musik wurde hauptsächlich durch meinen Vater geweckt. Er hat früher in Tanzkapellen Geige und Akkordeon gespielt. Als ich dann 10 Jahre alt war, nahm er mich zu seinen Konzerten mit und ich durfte mitspielen. Musikalisch war das natürlich eine ganz andere Nummer, als das was ich heute mache. Aber von ihm habe ich z.B. gelernt, wie man ein Set strukturiert und letztendlich etwas komplett anderes spielt, wenn das Publikum nicht so reagiert wie erwartet. 

    Music for Education: Was inspiriert dich?

    Robert Eckert : An erster Stelle die Musik, die ich höre. Naja „the Beatles“. Dann ganz knapp gefolgt Elvis Costello: ein Songwriter-Genie, der von New Wave/Punk, Pop, Country, Klassische Musik und Rock schon alles Mögliche gemacht hat. Und alles verdammt gut.
    Was mich grundsätzlich antreibt, ist es vor Leuten live zu spielen. Allein im Keller macht es keinen Spaß. Man muss rausgehen und sich trauen, auch wenn es nicht immer der super Auftritt mit dem mega Erfolg wird.

    Music for Education: Wie würdest du jemandem, der dich nicht kennt, deine Musik beschreiben?

    Robert Eckert : Ich covere ja sehr viel. Und da bewege ich mich von Jazz bis zum Hardrock. Alles was mir Spaß macht und gerade passt wird gespielt. Meine eigenen Songs sind eine Mischung aus Rock & Pop. Songs müssen zur Not unplugged allein mit Gitarre funktionieren, dann taugen sie aus meiner Sicht was.

    Robert Eckert war mit seiner Band T-Bandits für die Benefizveranstaltung Music 4 Refugees unterwegs. Mit seinem Konzert leistete er einen Beitrag zur Flüchtlingshilfe-Aktion unserer Hilfsorganisation Music for Education und dem Christkindl e.V.. Außerdem spielten sie auf unserem ersten Benefizkonzert der Reihe Truth or Dare mit. Bilder von ihrem Auftritt findet ihr in unserer Facebook Galerie.

     

  • „Musik ist eine Quelle der Energie für mich.”

    „Musik ist eine Quelle der Energie für mich.”

    Alegría Mannhardt ist Teil der vierköpfigen Band “The Deadful Greats” aus dem Westen Münchens. Sie traten bei unserem zweiten Benefizkonzert der Reihe Truth or Dare am 12.12.2015 im Kulturkeller auf. Ein Interview.

    Music for Education: Wie und wann habt ihr euch als Band zusammen gefunden?

    Alegría Mannhardt: Wir kennen uns alle schon seit Jahren und sind viel als Sessionkünstler unterwegs, zum Teil auch in der Sessionleitung. Daraus ist dann die Idee bzw. der Wusch entstanden, in der jetzigen Viererkonstellation regelmäßig gemeinsam Musik zu machen.

    Music for Education: Wie und wann hast du die Liebe zur Musik entdeckt?

    Alegría Mannhardt: In meiner Familie spielte Musik schon immer eine tragende Rolle. Insbesondere meine Mutter hat mich in dieser Richtung stark geprägt. Schon vom ersten Moment an war die Musik ein Teil meines Lebens, wobei ich sagen muss, dass ich bis in die Teenagerjahre den traditionellen Instrumenten eher Ablehnung entgegengebracht habe. Allerdings vermutlich auch nur aus Gründen der Rebellion, die man als Jugendlicher nun mal hat. Heute ist das Akkordeon mein bevorzugtes Instrument.

    Music for Education: Was ist Musik für dich?

    Alegría Mannhardt: Musik ist eine Quelle der Energie für mich. Musik machen bedeutet lebendig sein, im Moment sein.

    Music for Education: Was ist Glück für dich?

    Alegría Mannhardt: Spontan würde ich sagen: mit allen Sinnen im Jetzt sein.

    Music for Education: Wie würdest du eure Musik beschreiben?

    Alegría Mannhardt: Unsere Musik lässt sich nur schwer einem bestimmten Genre zuordnen. Ich sage immer: Wir sind Sting für die Kitschparty. Was auch immer unser Genre ist, wir sind immer mit Herz, aber eben auch mit Verstand dabei.

    Music for Education: Was verbindest du mit Music for Education?

    Alegría Mannhardt: Mit Music for Education verbinde ich eine wahnsinnig gute Energie. Leute, die sich zusammenschließen und jeder macht das, was er am bestem kann, so dass man im Endeffekt einen großen Nutzen davon hat.

    Music for Education: Warum ist Bildung wichtig?

    Alegría Mannhardt: Bildung schafft Freiheit. Sie gibt die Möglichkeit aus mittelalterlichen Zuständen herauszukommen, in denen Minderheiten unterdrückt werden.

    Wer mehr von The Deadful Greats sehen und hören möchte, findet sie auf Facebook sowie Youtube. Die Fotos von ihrem Konzert im Kulturkeller befinden sich in unserer Facebook-Galerie.

  • “Das, was in einer anderen Dimension Raum und Formen sind, das ist bei uns Musik.”

    “Das, was in einer anderen Dimension Raum und Formen sind, das ist bei uns Musik.”

    Der junge Sologitarrist Willy Blanco aus Fürstenfeldbruck trat am 12.12.2015 bei unserem zweiten Truth or Dare Benefizkonzert auf. Die Fotos zum Auftritt gibt es in unserer Facebook-Galerie. Als Künstler ist er momentan  mit seinem musikalischen Projekt „Klangsamkeit“ unterwegs. Ein Interview.

    Music for Education: Wie und wann hast du deine Liebe zur Musik entdeckt?

    Willy Blanco: Mit 15 oder 16 habe ich auf MTV ein Konzert von den Red Hot Chili Peppers gesehen. Ich war absolut begeistert von dem damaligen Gitarristen der Band. Kurz darauf habe ich eine Gitarre bekommen und zehn Stunden Unterricht genommen, um die Griffe zu lernen. Den Rest habe ich mir autodidaktisch beigebracht.

    Music for Education: Was ist Musik für dich?

    Willy Blanco: Das ist ein bisschen schwierig zu beantworten. Ich könnte jetzt abdriften und mir vorstellen, was ist Wirklichkeit, was ist das, was wir wahrnehmen? Ist das alles? Es gibt ja die Theorie, dass es noch viel mehr Dimensionen gibt, die wir so nicht wahrnehmen. Wir nehmen nur die Raum- und die Zeitdimension wahr, wobei man ja auch schon nicht genau weiß, was Zeit ist. Und dann gibt es noch irgendwas dazwischen, was wir so nicht sehen. Bei Musik ist es so: Wo kommt Musik her? Was ist Musik überhaupt? Ich stelle mir da vor: Das, was in einer anderen Dimension Raum und Formen sind, das ist bei uns Musik. 

    Music for Education: Was bedeutet Glück für dich?

    Willy Blanco: Ich hatte mal einen chinesischen Anhänger mit dem Zeichen für Glück. Aber was ist Glück an sich? Glücklich sein ist nur eine Abgrenzung von Unglücklich sein. Beides kann nicht unabhängig voneinander existieren. Angenommen, jemand würde nur Glück kennen – er würde sich nicht als glücklich wahrnehmen, aus dem einfachen Grund, dass er nichts anderes kennen würde. Glück… das ist so ein abstrakter Begriff. Wenn man Glück beschreiben will, kommt man zu Begriffen, die man selbst erst einmal definieren müsste. Ich würde sagen, dass ich persönlich Glück mit Freiheit assoziiere. Und Freiheit assoziiere ich mit unabhängig sein. Das zu tun, was man will, ohne dass man es muss.

    Music for Education: Wie würdest du deine Musik beschreiben?

    Willy Blanco: 3 Worte – progressiver deutscher Akustikpop.

    Music for Education: Was verbindest du mit Music for Education?

    Willy Blanco: Ich finde es einfach bemerkenswert, wie viel Zeit und Engagement da investiert wird.

    Music for Education: Vielen Dank dafür. Music for Education setzt sich ja in erster Linie für Bildung ein, warum ist deiner Meinung nach Bildung wichtig?

    Willy Blanco: Bildung öffnet Wege und ist folglich ein Weg zu mehr Freiheit. Und damit im Endeffekt ja auch zu mehr Glück!

    Mehr von Klangsamkeit findet ihr auf Facebook und Soundcloud.

  • Musiker Interviews

    Musiker Interviews

    Ihr wollt etwas über die Künstler unserer Benefizkonzerte erfahren? Dann klickt euch doch durch die interessanten Interviews mit den Musikern.

    Truth-or-Dare-Konzert #3 – 23.04.2016:

    Feuerwerk & Strand 

    Barska.

    Flonoton 

    Truth-or-Dare-Konzert #2 – 12.12.2015:

    Robert Heigl

    Willy Blanco

    The Deadful Greats

    Truth-or-Dare-Konzert #1 – 09.11.2015:

    Robert Eckert

  • “Ich wurde schon als ‘der Drogenmann’ begrüßt.”

    “Ich wurde schon als ‘der Drogenmann’ begrüßt.”

    Der Wahlmünchner Robert Heigl war einer von drei Acts bei unserem zweiten Benefizkonzert der Reihe Truth or Dare am 12.12.2015 im Kulturkeller. Die Bilder von seinem Auftritt bei uns findet ihr in unserer Facebook-Galerie. Ein Interview.

    Music for Education: Wie hast du deine Liebe zur Musik entdeckt?

    Robert Heigl: Mit 18, also verhältnismäßig spät, habe ich in Gegenwart meines Vaters den Wunsch geäußert, dass ich gerne Gitarre spielen würde. Einen Tag später hat er mir vom Flohmarkt eine mitgebracht. Er hat mir dann ein paar Griffe gezeigt, die er noch konnte und den Rest habe ich autodidaktisch weiterentwickelt.

    Music for Education: Hat dich eine bestimmte Person dazu inspiriert mit der Musik anzufangen?

    Robert Heigl: Nein. Das war aus der Laune heraus, von einem Tag auf den anderen.

    Music for Education: Musik ist für dich?

    Robert Heigl: Nicht zu definieren. Ich denke es wäre ein Fehler das zu tun, weil man die Musik so nur einschränkt. Das wichtige an Musik ist meiner Meinung nach die Message dahinter.

    Music for Education: Was inspiriert dich zu deinen Liedern?

    Robert Heigl: Das Leben! Sämtliche Situationen aus dem Alltag. Zum Beispiel mein Lied “Danke”, eine Art Loblied auf die Drogen des alltäglichen Lebens, wie Paracetamol und Alkohol. Das ist ein Thema, das in der Gesellschaft meiner Meinung nach immer etwas scheinheilig behandelt wird. Natürlich wollte ich auch ein bisschen provozieren. Mittlerweile werde ich gerne mit dem Lied in Verbindung gebracht – ich wurde schon als der „Drogenmann“ begrüßt.

    Music for Education: Was ist Glück für dich?

    Robert Heigl: Wenn ich es schaffe im Moment zu sein. Das gelingt mir leider sehr selten.

    Music for Education: Wie würdest du deine Musik beschreiben?

    Robert Heigl: Ich sage immer ich mache Klientelmusik. Wie Klientelpolitik – die FDP zum Beispiel, die machen Klientelpolitik und ich mache eben Klientelmusik.

    Music for Education: Warum ist Bildung wichtig?

    Robert Heigl: Bildung gibt die Chance sich zu emanzipieren und damit die Chance auf Freiheit. Mit Bildung kann man aus Abhängigkeiten heraus kommen, deshalb ist es auch so eine tolle Sache was ihr da macht.

    Wer mehr von Robert Heigl hören und sehen möchte, kann sich auf seiner Website oder Facebook  umsehen oder auf Soundcloud und Youtube in seine Lieder reinhören.